Warum das Gehör im Herbst besonders wichtig ist

Der Herbst ist da und mit ihm häufig graue, verregnete Tage, an denen es immer später hell und immer früher dunkel wird. Dämmerung und Dunkelheit, Nebel und Regen sorgen dabei für schlechte Sichtverhältnisse. Das gute Hören rückt in den Fokus, sobald unsere Augen im trüben Herbstwetter nicht mehr den vollen Durchblick haben.

Die sichere Orientierung im Straßenverkehr und das rechtzeitige Erkennen von Gefahrenquellen hängen nun verstärkt von einem intakten Gehör ab. Die Geräusche herannahender Autos aber auch Alarmsignale wie Hupen oder das Martinshorn des Rettungswagens müssen zuverlässig gehört und räumlich zugeordnet werden, um Sicherheit zu gewährleisten.

Nicht nur die eingeschränkten Sichtverhältnisse fordern den Hörsinn im herbstlichen Straßenverkehr. Allgemein gilt in der Übergangszeit zwischen Sommer und Winter ein erhöhtes Unfallrisiko: Nasse, mit Laub bedeckte Fahrbahnen, Frost und Glätte sowie Regen und starker Wind sind zusätzliche Gefahrenquellen und machen es häufig schwer, das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer richtig einzuschätzen. Es ist besonders wichtig, stets aufmerksam zu sein und schnell zu reagieren. Das Gehör muss hierbei gut funktionieren und mit dem Sehzentrum zusammen arbeiten. Eine intakte Hörleistung auf beiden Ohren ermöglicht das Richtungshören und garantiert die sichere räumliche Orientierung.

Die Hörexperten der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) empfehlen regelmäßige vorsorgliche Hörtests bei einem der bundesweit rund 1.500 Partnerakustiker. Die Hörtests sind kostenfrei, dauern nur ein paar Minuten und werden sofort ausgewertet. Viele Menschen sind sich ihrer Hörminderungen oft gar nicht bewusst, da diese schleichend einsetzen und anfangs noch kompensiert werden können. Diese Gewöhnungseffekte führen dazu, dass Hören regelrecht verlernt und vergessen wird. Regelmäßige Hörtests beim Hörakustiker sind ratsam, um immer seinen aktuellen Hörstatus zu kennen und bei Bedarf reagieren zu können. So werden mögliche Hörschwächen frühzeitig erkannt und können durch die Anpassung moderner Hörsysteme effektiv ausgeglichen werden.

Quelle: FGH