Gutes Hören als Voraussetzung für bessere Konzentration in der Schule

Die akustischen Verhältnisse in schulischen Unterrichtsräumen gelten vielfach als problematisch. Das hängt damit zusammen, dass Räume mit ihren begrenzenden Wand-, Boden- und Deckenflächen gegenüber dem natürlichen Freifeld den Schall reflektieren und damit die Sprachverständlichkeit erschweren. Die Anwesenheit mehrerer miteinander kommunizierender Personen erhöht automatisch den Geräuschpegel. Die Folgen sind Konzentrationsmängel bei Schülern, Stimmprobleme bei Lehrern und Stress- und Ermüdungserscheinungen bei allen. Mehrere Studien belegen die Zusammenhänge von guter Sprachverständlichkeit und Lernerfolg. Als Modellbeispeil gilt der Klassenraum, da verschiedene Unterrichtsformen und unterschiedlichste Kommunikationsbedürfnisse von Menschen aller Altersgruppen größte Anforderungen an die akustischen Bedingungen stellen. Bei Neubauten von Unterrichtsräumen, die von Personen mit Lernbeeinträchtigungen oder Hörproblemen und für nicht muttersprachlichen Unterricht genutzt werden, gelten besondere Vorschriften.

Der Fokus richtet sich auch auf die persönliche Hörleistung, denn die Raumakustik ist nicht immer der alleinige Grund für Probleme beim Sprachverstehen.

Das betrifft Erwachsene genauso wie Kinder mit unerkannter Hörschwäche, denn das Lernen bleibt für sie schwierig. Die fehlenden Hörinformationen führen dazu, dass die Gedanken der Betroffenen abschweifen und die Konzentration leidet. Nicht selten werden mangelnde Aufmerksamtkeit und fehlende Beteiligung am Unterricht mit schlechter Leistung gleichgesetzt.

Vor der Einschulung ist eine Überprüfung der Hörleistung beim Hörakustiker eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme.

Durch eine professionelle Versorgung mit Hörgeräten kann Kindern mit Hörproblemen der Schulalltag erleichtert werden und wieder Spaß machen. Im Bereich der Kinder- und Jugendlichenversorgung bietet die Hörakustik eine Vielzahl individueller und altersgerechter Hörlösungen.  Die Hörlösungen können von den Partnerakustikern der Fördergemeinschaft Gutes Hören technisch genau den jeweiligen Bedürfnissen angepasst und konfiguriert werden. Dazu zählt auch der Einsatz sogenannter FM-Anlagen, welche aus einem Sender und einem Empfänger bestehen. An das Hörgerät des Kindes wird der Empfänger als Zusatz gesteckt. Während des Unterrichts nutzen Lehrer ein Mikrofon als Sender, mit welchem Sprache direkt in die Hörgeräte übertragen wird. Störgeäusche werden aufgrund der überbrückten Entfernung und moderner Technik dabei reduziert.

Die Kenntnis über die persönliche Hörleistung ist somit in jedem Alter wichtig. Verantwortungsbewusste Eltern leisten einen wesentlichen Beitrag zur Hörvorsorge, indem sie die Hörleistung Ihrer Kinder beobachten und ihren Kinden von Anfang an ein Bewusstsein für die Bedeutung guten Hörens und die Gefahren durch Lärm vermitteln und im Alltagsverhalten übertragen. Kleinkinder sollten grundsätzlich von Lernquellen ferngehalten werden. Hörtests für Kinder und Jugendliche bieten die FGH Hörakustiker kostenlos an.

Quelle: FGH