Hilfe, ich verstehe den Arzt nicht – Diagnose- und Behandlungsfehler durch Hörprobleme

Wissenschaftler der Universität Cork / Irland gingen der Frage nach, inwieweit Hörprobleme die Verständigung mit Ärzten oder Pflegepersonal beeinträchtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass es durch Hörprobleme häufiger zu Missverständnissen kommt, gerade bei spezifischen krankheits- oder therapierelevanten Informationen. Nach der Erhebung bestätigte sich die erwartete Häufigkeit von Hör-Einschränkungen bei Personen im mittleren Alter 73 Jahren. Nur 41% der Befragten waren nicht oder nur geringfügig im Hören beeinträchtigt. 43% gaben an, beim Hausarzt oder in Kliniken Aussagen falsch verstanden zu haben.

Diese Erkenntnis macht deutlich, dass sich Ärzte und Klinikpersonal bewusst machen müssen, wie wichtig eine deutliche Kommunikation – vor allem mit älteren Patienten – ist, um das gegenseitige Verständnis zu gewährleisten und Irrtümer zu vermeiden. Es sollte das Bewusstsein vorhanden sein, dass neben den allgemeinen Verständnisproblemen der komplizierten medizinischen Sachverhalte auch die reine Hörminderung einen Grund für Missverständnisse darstellen kann.

Die in der Studie als Grund für Missverständnisse genannten Nebengeräusche und die vermeintlich undeutliche Aussprache sind oftmals Indikatoren für eine Hörminderung. Gerade schwierige akustische Umgebungen beanspruchen das Gehör besonders. Hierbei treten Hörschwächen häufiger zu Tage als in ruhigem Umfeld.

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist die Verantwortung der Betroffenen. Da eine Hörminderung sich oft schleichend entwickelt, ist die Durchführung von regelmäßigen Hörtests unabdingbar. Dadurch lässt sich unmittelbar und zuverlässig die eigene Hörleistung feststellen und bewerten. Aktuelle Hörsysteme sind heute einfach zu nutzen so leistungsfähig, dass sie auch in schwierigem Umfeld helfen anspruchsvollen Gesprächen zu folgen.

 

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Quelle: FGH