Das Ohr

So funktioniert das menschliche Ohr!

Das, was wir hören, ist Schall. Schallwellen werden durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Hinter dem Trommelfell befindet sich das Mittelohr mit seinen 3 Gehörknöchelchen Hammer, Amboß und Steigbügel. Dort werden die Schallwellen in mechanische Energie umgewandelt, verstärkt und an das Innenohr weitergeleitet. In der mit Flüssigkeit gefüllten Schnecke des Innenohres befinden sich die sogenannten Haarsinneszellen, die in Schwingungen versetzt werden und die so entstehenden Reize an das Gehirn weiterleiten. Erst hier erfolgt das eigentliche Verstehen.

Um das Phänomen Schall etwas genauer zu beschreiben, hier eine kurze Erläuterung der physikalischen Grundlagen:

Die Anzahl der Schwingungen, mit denen Geräuschwellen pro Sekunde das Ohr erreichen, wird in Hertz (Hz) gemessen und als Frequenz bezeichnet. Je größer die Anzahl der Schwingungen ist, um so höher ist der Ton. Ein gut hörendes menschliches Ohr kann Töne zwischen 20 und 20.000 Hz wahrnehmen: tiefe Frequenzen wie Donnergrollen und hohe wie das Zwitschern von Vögeln. Die größte Empfindlichkeit liegt zwischen 2.000 und 5.000 Hz.

Um die Lautstärke zu beschreiben, wird ein logarithmisches Verhältnis in Dezibel angewandt. In dB(A) wird somit die Stärke des Tones, korrigiert um die Sensibilität des Gehörs, gemessen. Die menschliche Hörschwelle liegt bei 0 dB(A) und die Obergrenze bei 140 dB(A). Bei 120 dB(A) wird die sogenannte Schmerzgrenze überschritten. Durch die logarithmische Darstellung entspricht eine Verdoppelung der physikalischen Lautstärke einer Pegelerhöhung um 6 dB(A).

Ist die Funktionsweise des Ohres nicht mehr intakt, dann kann es zu einer Hörminderung kommen. Diese kann viele Ursachen haben. Sie kann erblich, krankheits- oder altersbedingt sein und durch Lärm entstehen. Ein Hörschaden durch Lärm entsteht im Innenohr durch Schädigung der Haarsinneszellen. Die Schwingungen bei zu hohen Lautstärken sind so energiereich, daß die Haarsinneszellen regelrecht abknicken und ihre Fähigkeit verlieren, die Schwingungen als Nervenreize weiterzuleiten. Zerstörte Haarsinneszellen regenerieren sich nicht mehr, die so entstandenen Hörschäden bleiben irreparabel. Wenn das Hörvermögen einmal verlorengegangen ist, läßt es sich nicht mehr zurückgewinnen.

Vorboten oder Anzeichen eines Hörverlustes sind Pfeifen in den Ohren (Tinnitus) oder die fehlende Fähigkeit, Töne mit höheren Frequenzen, wie etwa Musik, richtig wahrzunehmen. Oder es strengt an, Gespräche in geräuschvoller Umgebung zu verstehen (Partyeffekt).
 
Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie Ihr Gehör mit einem unverbindlichen Hörtest prüfen!


Qualitätsmanagement nach ISO 9001